Corona-Lockdown: Golf, Wirtschaft und Aktienquote hochfahren

Schwung aufnehmen

Seit dem 18. März darben Golfspieler, denn sämtliche Golfanlagen sind seither gesperrt. Mehr noch: Das gesamte öffentliche Leben ist nicht nur hierzulande auf ein Minimum zurückgefahren. Die Volkswirtschaften sind mit dem quasi weltweit angeordneten Lockdown in eine Blitzrezession gefallen, aus der sie ungleich langsamer herauskommen werden. Die von der deutschen Regierung festgelegten Ausgangssperren und Kontaktverbote sind klar und unmissverständlich. Die Ausbreitung des Coronavirus soll unbedingt gebremst werden. Die Statistiken der Neuinfektionszahlen machen immerhin Mut (Stand 21. April).

Claus M. Kobold, Präsident des Deutschen Golf Verbands (DGV), hat sich schon Anfang April an relevante Entscheidungsträger wie Bundes- und Landesregierungen, Ministerien und gezielt einzelne Abgeordnete gewandt. Sein Ziel war es, die besondere Eignung und Bedeutung des Individualsports auf Sportstätten im Freien bei der zu erwartenden Überarbeitung der derzeit geltenden Verordnungen rechtzeitig zu kommunizieren. Damit würde den Golfclubs die notwendige Zeit gegeben, um den Platz für den Saisonstart vorzubereiten und mögliche Auflagen für den Spielbetrieb umzusetzen. Wir Golfspieler sind zweifelsohne schon ungeduldig und könnten quasi ohne Vorbereitung sofort wieder aufteen. Leider sind die Hoffnungen enttäuscht worden, bei der ersten Runde von Lockerungen der Beschränkungen ab dem 20. April flächendeckend dabei zu sein. Die Hoffnung für uns Golfspieler (außerhalb von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz), dass die Schläger bald wieder geschwungen werden dürfen, bleibt dennoch berechtigt. Bis Turniere regulär und erfolgreich gespielt werden können, erfordert es sicherlich noch etwas Geduld, was auch für die Profis gilt: Das im April eigentlich schon gespielte US-Masters 2020 ist bis in den November verschoben worden.

Was macht der golfende Geldanleger aus den aktuellen Gegebenheiten? Wie wir Golfer so sind: das Bestmögliche. Ja, wir stecken in der Corona-Krise. Doch auch diese Rezession und die damit einhergehende Börsenschwäche (mit historischen Kursverlusten von Mitte Februar bis Ende März) herrscht nur temporär und wird überwunden werden. Unbeschadet dieser konstruktiven Perspektive: In den nächsten Wochen werden uns noch sehr triste Nachrichten aus der Konjunktur und von den Unternehmen ereilen. Also ist kurzfristig weiter mit stark schwankenden Aktienkursen zu rechnen. Einen nachhaltig positiven Trend an den Aktienmärkten dürfen wir erst für den späteren Jahresverlauf erwarten. Damit verbunden ist aber die Überzeugung und innere Haltung: jetzt schon an der körperlichen wie auch mentalen Fitness fürs nahende Hochfahren des eigenen Golfspiels arbeiten und gleichzeitig die Aktienquote sukzessive erhöhen, sei es über einen Sparplan oder über selektive Zukäufe nach einzelnen schwächeren Börsentagen.

In diesem Sinne: Gutes Spiel, sobald es wieder erlaubt ist!

 

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