Mit dem richtigen Umfeld an die Spitze

Der Deutsche Golf Verband (DGV) stellt mit dem Junior Team Germany (JTG) die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des professionellen Golfsports in Deutschland. Dafür schafft der Verband die entsprechenden Strukturen, um hoffnungsvollen Talenten auf dem Weg zum erfolgreichen Spitzensportler zu helfen.

„Je breiter die Basis, desto stabiler steht der Sport und desto größer werden die Erfolgschancen an der Spitze“, sagt DGV-Vorstand Sport Marcus Neumann. Um diese Basis zu stärken, setzt der DGV bei der Ausbildung des deutschen Golfnachwuchs an. Ziel ist dabei die Schaffung eines Umfelds für die Spielerinnen, die Spieler sowie die Betreuer des JTG, das auf langfristigen Erfolg ausgerichtet ist.

Im Bild von links nach rechts: die Junior-Team-Germany-Spielerinnen Marie Bechtold (stehend) und Nina Lang sowie Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl

Für Sebastian Rühl, Bundestrainer der Mädchen, ist dieser Erfolg klar definiert: „Olympia ist für alle das ultimative Ziel.“ Gleichzeitig betont Rühl, dass die Nachhaltigkeit bei der Förderung essenziell ist: „Wir suchen nicht um jeden Preis Spielerinnen oder Spieler, die heute schon performen. Wir achten bei der Kaderauswahl sehr auf die langfristige Perspektive der einzelnen Athleten. Wenn aber natürlich heute schon Erfolge erzielt werden, freut uns das umso mehr.“

Neben dem Training auf dem Golfplatz, im Kraftraum oder bei Lehrgängen ist den Betreuern die schulische Ausbildung sowie das soziale Umfeld der Athleten sehr wichtig. „Wir haben die Jugendlichen nicht sieben Tage die Woche unter Betreuung“, sagt Sebastian Rühl. „Wir arbeiten aber in enger Abstimmung mit dem jeweiligen Umfeld und achten sehr darauf, dass die Jugendlichen auch mal ins Kino oder ein Eis essen gehen. Es ist wichtig, dass sie die Balance zwischen Sport und Privatleben finden. Nur so schafft man die Ausgeglichenheit, die es braucht, um erfolgreich Golf zu spielen.“

Jene Ausgeglichenheit ist ein Kernaspekt, um Talente zu erfolgreichen Spitzensportlern zu entwickeln. Den Vergleich mit einer Talentschmiede lehnt Marcus Neumann allerdings ab. „Wir sind keine Schmiede. Wir legen die Spieler nicht auf den Amboss und hauen mit dem Hammer drauf. Das Junior Team Germany ist vielmehr ein fruchtbarer Boden. Wir gießen, wir sorgen für Licht, wir sprechen mit ihnen – aber wachsen müssen sie selbst.“

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