Ein Wechselbad der Gefühle

Markenbotschafter Max Schmitt über verpasste Cuts und Highlights als Jungprofi

Die Möglichkeit zu bekommen, als Challenge Tour-Spieler im ersten Profi-Jahr bei den „Großen“ auf der European-Tour aufteen zu dürfen ist, für sich betrachtet, schon ein mögliches Jahres-Highlight und geprägt von großer Vorfreude in den Tagen vor Turnierbeginn. So geschehen bei der diesjährigen BMW International Open (BIO) in Köln, zu der Deka Markenbotschafter Max Schmitt eine Einladung als „Bester Amateur des Vorjahres“ erhalten hatte. Die Einspielrunde zudem mit Martin Kaymer absolvieren zu dürfen, sicherlich für das Gros der deutschen Nachwuchskräfte alles andere als alltäglich. „Es gibt generell immer etwas zu verbessern und ich versuche diese Begegnungen zu nutzen, von erfahrenen Spielern wie Martin zu lernen und dadurch mein eigenes Spiel zu optimieren. Oft sorgen Kleinigkeiten, beispielsweise im Course-Management oder im mentalen Bereich, für den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg. Ich wollte an die Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen und habe die Chance aufs Wochenende leider an einem Loch verspielt“, verriet Max. Insgesamt +4 an der zweiten Spielbahn waren letztendlich zu viel und so fehlten in der Endabrechnung zwei Schläge zum Cut bei der BIO.

Auch wenn die Konstanz in der aktuellen Phase der Saison mit zwei verpassten Cuts (BIO und Made in Denmark Challenge) nicht über die volle Distanz abgerufen werden konnte, so darf die gute Vorbereitung mit Trainer Jan Pelz und die vielversprechende Zusammenarbeit mit Caddie Steve dennoch als positiv vermerkt werden. Insbesondere im Golfsport gibt es regelmäßig Phasen, in welchen die Einfuhr der verdienten Früchte – trotz harter Arbeit – verwehrt bleibt. Sicherlich könnte man auch hier den unbefriedigenden Score, mit +5 in zwei Runden, an der siebten Spielbahn in Skandinavien herausstellen und verzagen, oder aber das Positive in den Fokus rücken. Insbesondere das lange Spiel hat sich auf konstant hohem Niveau eingependelt und auch der von Schmerzen geplagte Rücken konnte Dank der großartigen Arbeit des Physio-Teams wieder voll belastet werden. „Wegen starker Verspannung war ich kurz davor, das Turnier in Prag abzusagen. Mit Unterstützung meiner Physios konnte ich dann doch an den Start gehen, habe mich durchgebissen und wurde promt mit einem geteilten 16. Platz belohnt“ erzählt Max Schmitt. Auch wenn zweifelsohne noch mehr drin gewesen wäre, galt es in erster Linie sich zu behaupten und Selbstbewusstsein zu tanken.

Für die nötige Lockerheit und Entspannung abseits des Platzes sogrte das Flanieren durch die traumhafte Prager Innenstadt. Und auch die Teamkollegen spielen in diesen Phasen der Saison eine nicht unwesentliche Rolle. So werden die intensiven Gespräche auf der fast eintausend Kilometer langen Autofahrt von Frankfurt nach Aalborg in Dänemark immer einen festen Platz in der Erinnerungskiste des ersten Jahres als Golfprofessional haben.

Mit genesenem Rücken und spielerischem Rückenwind aus Prag ging es motiviert nach Bella Italia. Extrem heiße Temperaturen und zahlreiche vergebene Chancen begleiteten die ersten Tage. Dennoch reichten die Rundenergebnisse von 69 sowie 71 Schlägen für die erneute Teilnahme am Wochenende. Optimistisch gestimmt startete Newcomer Schmitt in die Finalrunden, die aufgrund einer starken Erkältung leider nicht den Wünschen und Vorstellungen entsprechen sollten. So ging es müde und enttäuscht bei 38 Grad auf der Autoanzeige und einem geteilten 62. Platz zurück zum Flughafen.

Glücklicherweise bleibt im Sport oft nicht viel Zeit sich mit Enttäuschungen aufzuhalten und so heißt es einmal mehr Ärmel hochkrempeln und wieder angreifen. Da kam die kurzfristige Einladung zur Porsche European Tour am kommenden Wochenende in der Hansestadt Hamburg wie gerufen.

Die Vorbereitungen laufen:

Das Deka Golf-Team wünscht viel Erfolg in Hamburg.
Foto: DGV/Stebl

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