Golfen und Geldanlegen: einfach mal anfangen!

Golfen und Geldanlegen – sympathische Parallelwelten

Die Menschheit unterscheidet sich in zwei Kategorien: Golfer und Noch-Nicht-Golfer. Für mich, eine ganz klare Sache zu rufen: „Fangt doch einfach mal an mit diesem wunderbaren Sport!“ Es ist nie zu spät dafür. Und: Es stimmt. Die Golfgemeinde wächst. Allein im vergangenen Jahr stieg die Anzahl in Deutschland organisierter Golfspieler auf ein neues Allzeithoch. Laut Angaben des Deutschen Golf Verbandes (DGV) gibt es nun 644.943 registrierte Mitgliedschaften. Das entspricht zwar nur einem kleinen Zuwachs von rund 0.3 Prozent, aber immerhin einem Plus. Es geht also weiter aufwärts: Seit Beginn der Aufzeichnungen wandelten sich im 67. Jahr in Folge Noch-Nicht-Golfer zu bekennenden Golfern.

An dieser Stelle möchte ich mindestens genauso laut ausrufen: „Fangt doch einfach mal an mit dem Geldanlegen in renditeträchtige Wertpapiere, insbesondere in Aktien!“ Analog gilt doch auch hier, dass es nie zu spät ist, freilich gibt es hier ebenso wenig ein zu früh. Zur Entwicklung der Aktienkultur in Deutschland sind wie beim Golf frische Zahlen für das Jahr 2017 veröffentlicht worden: Die Anzahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds ist nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts im letzten Jahr deutlich gestiegen. Knapp 1,1 Mio. Menschen haben ihren Anlagefokus erweitert und finden sich in der Gruppe wieder. Insgesamt besaßen 2017 mehr als 10 Mio. Bundesbürger oder 15,7 Prozent der hiesigen Bevölkerung Aktien oder Aktienfonds. Im Klartext: rund jeder sechste. Der nennenswerte Zuwachs um 12,1 Prozent darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anzahl der Aktienanleger gerade erst wieder denselben Stand wie vor der Finanzkrise erreicht hat. Unter Renditegesichtspunkten waren die zurückliegenden Jahre herausragend gut, was sicherlich einige Anleger angelockt hat.

So weit, so gut, mag man meinen. Doch das Potenzial sowohl bei Golfern als auch bei Wertpapiersparern ist freilich nach wie vor immens. Für beide Disziplinen gilt: Ruhe bewahren. Man muss ja nicht zwangsläufig jeden Tag auf dem Golfplatz stehen, also sein komplettes Leben umstellen. Völlig verfehlt wäre es gar, seine gesamten Ersparnisse auf einen Schlag nur noch in Aktien(fonds) anzulegen. Aber den ersten Schritt zu tun, dass macht mehr als Sinn. Für eine Aktienkultur zu werben bedeutet an dieser Stelle vor allem, sich an gewinnträchtigen Unternehmen zu beteiligen. Es ist weit mehr als den kurzfristigen spekulativen Renditekick zu suchen, es ist sogar mehr als nur auf die aktuelle Zinslosigkeit zu reagieren. Es ist eine positive Haltung gegenüber der renditeorientierten Geldanlage in Wertpapiere verbunden mit Optimismus und Zukunftsgewandtheit. Also nochmal: Fangen Sie einfach mal an und bleiben dann dabei! Beim Golfen und beim Wertpapiersparen natürlich!
In diesem Sinne: Gutes Spiel!

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