Golfnachwuchs setzt Ausrufezeichen bei BMW International Open

Max Schmitt bester Amateur im Feld

Namhafte deutsche Spieler präsentierten sich bei der 29. BMW International Open in München, Eichenried. Spieler mit Weltklasseformat, internationaler Erfahrung und zahlreichen Erfolgen im Gepäck. Dass letztendlich der deutsche Golfnachwuchs von sich reden machte und das Zuschauerinteresse auf sich zog, lag allen voran an Max Schmitt und Nicolai von Dellingshausen.

Erst im März feierte der für den GC Rheinhessen startende Schmitt – mit gerade einmal achtzehn Jahren – seinen ersten großen Titel bei einem Profiturnier und siegte auf der Pro Golf Tour in Marokko. Jetzt legt der mittlerweile 19-jährige Spieler des National Teams nach und beendet als bester Amateur den European Tour Event in München.

Auch wenn Max Schmitt mit der durchwachsenen 75 in der Finalrunde nach Turnierende noch etwas haderte, blickt er dennoch versöhnlich auf eine erfolgreiche Turnierwoche voller neuer Erfahrungen zurück. „Es war eine ganz normale Turnierwoche, mit dem Unterschied, dass es ein Event der European Tour mit viel mehr Zuschauern war. Ich bin im Cut und bin mit der Woche insgesamt ganz zufrieden. Es hätte am ersten und letzten Tag besser laufen können, dann hätte ich die Top 25 geschafft, die ich angepeilt hatte, aber beim ersten Mal den Cut zu machen, war schon ganz gut“ berichtet Schmitt sehr sachlich. Nach Runden von 74, 67, 70 und 75 Schlägen belegte der Youngster – aus der von der Deka unterstützten deutschen Kaderschmiede – schließlich Platz 59.

Auch Bundestrainer Ulli Eckhardt, der am Finaltag schon auf dem Weg zur Herren-Europameisterschaft nach England war, zog eine durchweg positive Bilanz: „Das Turnier war eine große Chance für die Nachwuchsspieler, die sie mit Bravour gemeistert haben. Allen voran Nicolai von Dellingshausen und Max Schmitt. Beide haben gezeigt, dass sie bei den Großen mitspielen können. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Leistung und freue mich auf weitere Ergebnisse dieser Art!“.

Nicolai von Dellingshausen, der für den GC Hubbelrath aktiv ist, war einer Einladung gefolgt und wusste diese nachhaltig zu nutzen. „Die ganze Woche war eine Riesenerfahrung für mich. Ich war total happy, überhaupt die Einladung bekommen zu haben und hier dabei zu sein“, berichtete der Rheinländer.

Neben dem Preisgeld nimmt der Youngster sehr viel Motivation aus der bayerischen Landeshauptstadt mit. „Ich möchte sehen, wie weit ich kommen kann und wie gut ich werden kann. Ich habe super viele Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Ich weiß, woran ich noch arbeiten muss. Es war die lehrreichste Woche des Jahres und darüber bin ich sehr, sehr glücklich“, berichtete der Spieler freudestrahlend, der mit einem Gesamtscore von -7 Platz 26 im Endklassement belegt.

Marcus Neumann, Vorstand Sport im Deutschen Golf Verband, betrachtete das Turnier mit dem Blick aus dem deutschen Winkel: „Die breite deutsche Beteiligung ist ein gutes und wesentliches Merkmal dieser BMW International Open. Die Mischung aus erfahrenen und jungen deutschen Spielern, die sich in einem international absoluten Topfeld behaupten mussten, macht Mut, dass die gute Entwicklung im deutschen Golf im nächsten Jahr zu mindestens einer Top-Ten-Platzierung führt“.

Foto: DGV

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