Ryder Cup: Wer ist besser? Europa oder die USA

Golfen und Geldanlegen – sympathische Parallelwelten

Es ist so weit: Die Golfwelt schaut den Größen dieses Sports beim zweijährig stattfindenden Ryder Cup im Hazeltine National Golf Club im US-Bundesstaat Minnesota zu. Es ist der Wettstreit zwischen den USA und Europa, bei dem es nicht um Geld, sondern in der Mannschaftswertung um eine große Ehre geht. Hoch motiviert gehen die Spieler an den Start. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Europäer oder die US-Amerikaner besser sind.

Bei den vergangenen zehn Auflagen konnten die US-Boys nur zweimal den Siegerpokal in die Höhe stemmen. Wird die Titelverteidigung für die Europäer nun eine leichte Übung sein? Rückenwind kommt von den unlängst zuende gegangenen olympischen Spielen in Rio. Die europäischen Ryder Cup Teilnehmer Justin Rose und Henrik Stenson ließen dem Amerikaner Matt Kutcher gerade einmal die Bronze-Medaille übrig. Und der große Jackpot des Fedex-Cups glitt Dustin Johnson noch aus den Fingern, als Rory McIlroy beim letzten Turnier vor dem Ryder Cup ein europäisches Ausrufezeichen setzte. Der über eine Wildcard ins Team gerutschte Martin Kaymer ist zum vierten Mal in Folge dabei und bringt neben seiner Erfahrung auch eine stabil erstarkte Form mit. Wir sollten also meinen, dass für die Europäer alles klar ist.

Doch Vorsicht ist bei solch einer Prognose durchaus angebracht: Die USA werden immer wieder abgeschrieben. Und dies gilt analog für den wiederholt vorgetragenen ökonomischen Niedergang der größten Volkswirtschaft der Welt. Bis dato wurden die Unken Lügen gestraft. Im wirtschaftlichen Vergleich liegen tatsächlich die USA vorne: Sie haben die globale Finanzkrise nach der Lehman-Pleite schneller überstanden, sind konjunkturell mit niedriger Arbeitslosenquote in einer besseren Verfassung und haben eine Notenbank, die anders als die Europäische Zentralbank langsam mit Zinserhöhungen die Normalisierung der Geldpolitik vorantreiben kann. Politisch gesehen mag man sich über die Option Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen Sorgen machen, aber hier in Europa stehen auch viele Wahlen an, die politische Unsicherheit mit sich bringen.

So gesehen, ist es bei der Geldanlage durchaus erwägenswert, die USA als Anlageregion im Blick zu behalten. Die relative Stärke der Amerikaner gegenüber Europa dürfte den US-Dollar gegenüber dem Euro in den kommenden Quartalen Richtung Parität aufwerten lassen. Diese Währungswette scheint freilich eine höhere Eintrittswahrscheinlichkeit zu haben, als ein Sieg der Amerikaner beim Ryder Cup. Der Anleger hierzulande könnte sich also zweimal freuen: Mit US-Geldanlagen im Portfolio und mit Team Europa im Golferherz gewinnen. In diesem Sinne: Gutes Spiel!

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