Justin Rose und Inbee Park sind Golf-Olympiasieger 2016

Ein Rückblick – Deutsches Quartett medaillenlos doch gute Botschafter für den Golfsport

Die nackten Zahlen der deutschen Golf-Athleten erscheinen auf den ersten Blick ernüchternd: Bei den ersten Olympischen Spielen in Rio – den ersten seit 112 Jahren – musste sich das deutsche Quartett ohne Medaillenchance zwischen einem geteilten 15. und 25. Rang auf den Leaderboards geschlagen geben. Hoffnungsvoll hingegen war die durchweg positive Stimmung im Deutschen Golf-Olympiateam. Vor allem Martin Kaymer und Alexander Cejka strahlten förmlich um die Wette und auch die deutsche Delegation der Damen – Caroline Masson und Sandra Gal – war sichtlich stolz, als sie für ihr Heimatland an den Start gehen durften. Ein schönes Signal für künftige Golf-Veranstaltungen im Zeichen der Ringe.

Auch wenn zahlreiche Absagen – insbesondere aus der Männerriege – zu Missmut führten und auch die Spielform für zukünftige olympische Golfturniere überdacht werden sollte, hat sich der Golfsport gut aus der Affäre gezogen. Nicht nur die beeindruckenden Leistungen im Kampf um die Medaillen rund um die Olympiasieger Justin Rose (Herren) und Inbee Park (Damen) lassen zuversichtlich in die golferische Olympiazukunft blicken.

Der Wunsch für Tokio, wo die Spiel 2020 stattfinden werden, hat sich durch diese Bild von Rio verfestigt: Die besten Golfer der Welt werden dort hoffentlich erneut um die Medaillen kämpfen. Die weltweiten Golfverbände sollten den diesjährigen Aderlass der Zugpferde aus der Top 10-Riege zu minimieren wissen.
Obwohl Olympia dieses Jahr mit einigen Unwägbarkeiten zu kämpfen hatte, da auch der Turnierkalender mit den großen Touren weltweit kollidierte, lebten zahlreiche Golfer den olympischen Gedanken vorbildlich und betrieben somit wahre Werbung für ihren Sport, den olympischen Golfsport.

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