Die Olympischen Spiele als Chance für den Golfsport

Ein Ausblick der Bundestrainer Ulrich Zilg und Sebastian Rühl

Gespannt wartet die Golfgemeinde auf die erste Olympiateilnahme einer Deutschen Golfdelegation nach über einhundertjähriger Abstinenz. Auch die Bundestrainer Ulrich Zilg und Sebastian Rühl blicken weitestgehend positiv und voller Vorfreude auf die Spiele in Rio.
„Olympia ist definitiv eine Chance. Inwieweit diese genutzt werden kann, bleibt natürlich abzuwarten. Es ist zwar bedauerlich, dass sich einige Top-Spieler aus den bekannten Gründen entschlossen haben nicht nach Rio zu fliegen, aber dennoch ist die Liste der Spieler sehr attraktiv und der Golfsport gut repräsentiert. Man muss einfach etwas Geduld haben. Inwieweit sich eine Sportart wie Golf -nach jahrelanger Abstinenz- etablieren kann steht in den Sternen. Der Bekanntheitsgrad der Majors oder des Ryder Cup ist auch erst über die Jahre signifikant gesteigert worden. Man sollte jetzt nichts Etabliertes über Bord werfen und die Olympischen Spiele als eine Art Heilsbringer für den Golfsport ansehen, sondern als eine weitere Chance, diese tolle Sportart voranzutreiben“, so der Bundestrainer der Herren Ulrich Zilg. Und auch Sebastian Rühl -Bundestrainer der Mädchenmannschaft- blickt den Spielen in Rio gelassen entgegen: „Zu den olympischen Spielen zu gehören heißt auch, dass man als Sportart akzeptiert wurde. Dafür haben wir jahrelang gekämpft. Das hat sich der Golfsport verdient und ich vertrete die Auffassung, dass wir definitiv zur Olympiafamilie gehören. Vielleicht wird aufgrund der zahlreichen Absagen im Herrenbereich die Chance seitens der Athleten nicht optimal genutzt, aber ich bin dennoch zuversichtlich und freue mich auf ein großartiges Turnier“.

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